Entspannter nach Australien fliegen


Mit ein paar Tipps, kann ein Flug von Europa nach Australien oder Neuseeland angenehm und kurzweiliger werden. Es ist immerhin eine der längsten Flugstrecken auf dem Planeten.

Kurz und kompakt:

  • Falls gewünscht, spezielles Essen vorab bei der Airline bestellen (vegetarisch oder bei bestimmte Diätvorschriften).
  • Rechtzeitig am Flughafen eintreffen. Bester Tipps! Entschärft mögliche Hektik und beugt Panikattacken vor, falls Unvorhergesehenes eintritt!
  • Bequeme Kleidung und Schuhe tragen.
  • Wirklich viel Wasser trinken, möglichst wenig Alkohol, Tee oder Kaffee.
  • Im Flugzeug bewegen. Am Sitz in den Gängen oder auf Toilette (Vorbeugend!)
  • Für den Schlaf im Flieger: Hilfreich können Augenmaske, Ohrenstöpsel, Feuchtigkeitscreme sein.
  • Uhren bereits bei Abflug auf Zeit am Ankunftsort stellen.
  • Entertainment mitnehmen (Lesestoff, Hörbücher).

Vor dem Flug

Spezielles Essen für den Flug bei der Airline bestellen.

Wenn du besondere Vorgaben beim Essen hast (z.B. als Vegetarier oder Allergiker) solltest du dies der Airline vorab mitteilen. In vielen Fällen gibt es spezielle Menüs für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
ACHTUNG: Es reicht keinesfalls, dies erst beim Check-In oder in der Kabine dem Flugpersonal mitzuteilen. Solche Informationen benötigen die Airlines mind. 24 Std. vorab!

Besonders hilfreich: Rechtzeitig am Flughafen eintreffen

Unser bester Tipp: Wer seine Reise stressfrei beginnen möchte, sollte mit einem guten Zeitpuffer am Flughafen eintreffen. Mindestens 3 Std. vor Abflug! Besser sind allerdings 3 - 4 Stunden. Zwar verbringt man so etwas mehr Zeit auf dem Flughafen, dafür ist es deutlich entspannter, als bereits mit Hetze und Hektik die Reise zu starten! Etwas unvorhergesehenes kann immer einmal passieren. So bleibt genügend Zeit darauf zu reagieren.

Bei der Anfahrt mit Auto, Bahn oder Zubringerflug (von einem anderen Flughafen) plane Zeitpolster ein. Autos können im Stau stehen. Verspätung bei Bahn und Flugzeugen sind ebenfalls keine Seltenheit. Nach einem Gerichtsurteil von Feb. 2018 können Erstattungen/Schadenersatz bei Zugverspätungen sogar verwehrt werden, wenn nicht die von der Airline empfohlenen Zeitpuffer eingehalten werden!

Statt das Minimum, besser das Maximum an Zeitpuffer wählen. Drei oder vier Stunden Aufenthalt am Flughafen sind deutlich entspannter, als ein verpasster, internationaler Flug, nur weil man etwas Zeit sparen wollte.

Vor der Sicherheitskontrolle

Ein guter Tipp ist, die Sicherheitskontrolle frühzeitig zu durchlaufen. Nachdem du deinen Boarding Pass beim Check-In erhalten hast, ist es ein gute Idee, sich die Schlangen vor der Sicherheitskontrolle anzusehen. So kann eingeschätzt werden, wie viel Zeit dafür in etwa eingeplant werden sollte. Während der Stoßzeiten kann das Warten am Sicherheitscheck einige Zeit in Anspruch nehmen!

Oftmals sind die Warteschlange mit vielen Geschäftsreisenden schneller als andere. Solche Vielflieger haben die Sicherheitskontrollen meist schon viele male durchlaufen und kennen die Prozedur.

Dagegen kann es in Schlangen mit vielen, älteren Menschen oder Familien mit Kindern deutlich länger dauern. Das soll keinesfalls Kritik an diesen Gruppen als Reisende sein. Ich selbst bin oft mit meinen beiden kleinen Kindern gereist. Ich kenne daher die Problematik mit Babyflaschen, unzähligen Taschen, Buggys die zusammengeklappt werden müssen und den Kleinen, die man parallel noch im Zaum halten muss.

Und das meine Großeltern nicht mehr die schnellsten sind, ist mir ebenfalls bewusst. Vermutlich werde ich selbst im Rentenalter, nicht mehr so schnell Gürtel, Jacken und Schuhe ablegen können, wie das noch heute der Fall ist.

Bequeme Kleidung tragen

Ein weiterer wichtiger Tipp, bezieht sich auf die Kleidung während des Fluges. Auch wenn man - besonders auf internationalen Flügen - modisch chic und gestylt aussehen möchte. Die Kleidung sollte vor allem bequem sein.

Auf dem Flug von Mitteleuropa nach Australien, verbringt man zweimal ca. 10 Std. in überwiegend sitzender Haltung. Ein nicht unwesentlicher Teil davon sogar - hoffentlich - schlafend. Knappe und enge Jeans, ein besonders modischer Minirock oder taillierte Hemden und Blusen, sind auf Langstreckenflügen nicht die beste Wahl.

Im Flugzeug sind Hosen oder Röcke aus weichen, elastischen Materialien besonders angenehm zu tragen. Ebenso Kleidung, die weit geschnitten ist und bequem sitzt. Baumwolle ist besonders vorteilhaft, da sie Schweiß aufnimmt. Auf Kunstfaser sollte im Flieger möglichst verzichtet werden.

Ein enger Hosenbund, eine Bluse oder Hemd, das beim bewegen spannt, kann auf einem mehrstündigen Flug auf Dauer sehr unbequem sein. Auf internationalen Flügen wird das Kabinenlicht gelöscht, damit die Passagiere schlafen können. Um während dieser Zeit etwas ruhen zu können, sind weiche und etwas weiter geschnittenen Kleidungsstücke deutlich besser geeignet.

Die Temperatur im Flugzeug spielt eine weitere, wichtige Rolle. Klimaanlagen in Fliegern produziert recht kühle Luft. Dafür bietet sich bei der Kleidung die "Zwiebeltechnik" an. Mehrere Schichten denen man sich bei Bedarf nach und nach entledigen kann.

Und zuletzt sind Schuhe nicht unwichtig! Bequemes Schuhwerk ist eindeutig von Vorteil!
Am Sitzplatz und während der Ruhezeiten, kann es sehr viel bequemer sein, wenn man sich die Schuhe auszieht. Praktisch sind z.B. Slipper, also alle Schuhe in die man einfach hinein schlüpfen kann. Schuhe ohne Schnürsenkel können schnell an- und wieder ausgezogen werden. Praktisch, falls man sich während des langen Fluges mal bewegen möchte oder die Toilette aufsuchen muss.

High Heels oder enge Lederschuhe sind auf langen Flügen unpraktisch. Es stimmt wirklich, dass Füße im Laufe eines Fluges anschwellen. Bei sehr engem Schuhwerk kann es sogar schwierig werden, diese am Ende des Fluges wieder problemlos anzuziehen.

Während des Fluges

So viel Wasser trinken wie möglich!

Die Luft in Flugzeugkabinen führt leider dazu, dass der Körper viel schneller austrocknet als normalerweise. Die Klimaanlage an Bord erzeugt eine sehr trockene Luft. Schleimhäute trocknen schneller aus, was dazu führen kann, dass man sich nicht wirklich wohl fühlt. Vorbeugen sollte das berücksichtigt werden. Erkältungsviren setzten sich auf trockenen Schleimhäuten deutlich leichter fest.

Tipp:
Trink soviel Wasser wie möglich!

Das Flugpersonal serviert auch außerhalb der Essenszeiten Getränke. Somit kann zwischen den Mahlzeiten bei den Flugbegleitern eine Flasche Wasser oder Saft geordert werden.

Nicht so gut sind Alkohol, Kaffee und Tee. Diese Getränke bewirken eher das Gegenteil, da sie den Körper zusätzlich entwässern. Alkohol führt zu erweiterten Gefäßen, durch die noch mehr Wasser verloren wird (schwitzen). Wer viel Wasser trinkt wirkt außerdem einem Jetlag deutlich entgegen.

Bewegung ist auch im Flieger möglich

Klar, auf einem langen Flug ist die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Versuche trotzdem dich soviel und sooft wie möglich zu bewegen. So beugt man u.a. Thrombosen vor und bringt den Kreislauf etwas in Schwung. Man kann z.B. einen kleinen Spaziergang durch die Kabine machen. Moderne Flugzeuge sind inzwischen so groß, dass wirklich ein paar Minuten durch die Gänge geschlendert werden kann.

Wer etwas Dehn- und Streckübungen machen möchte, ist meist im hinteren Teil der Kabine gut aufgehoben. In vielen Langstreckenflugzeugen sind dort Toiletten oder Bordküchen untergebracht. Hier findet sich immer ein Plätzchen um sich etwas strecken zu können.

Selbst am Sitzplatz kann der Körper während des Fluges fit gehalten werden, wenn die Muskeln immer mal wieder an- und abgespannt werden.

Schlafen im Flieger

Flüge von Europa nach Australien dauern, selbst mit dem obligatorischen Tankstopp, zweimal fast einen halben Tag. Flüge über Südostasien zweimal mehr als 10, über die arabische Halbinsel einmal 5-6 ein weiteres mal sogar bis zu 13 Stunden.

Um diese Zeit zu überbrücken, werden verschiedenen Mahlzeiten gereicht. Zudem sind Schlaf- bzw. Ruhezeiten im Flugzeug für die Passagiere vorgesehen. Dabei wird die gesamte Kabinenbeleuchtung gelöscht und kein weiterer Service (servieren von Mahlzeiten oder Duty Free Verkäufe) durchgeführt.

Wer jetzt statt schlafen z.B. lieber lesen möchte, kann die Sitzplatzbeleuchtung einschalten. Oder sich mit dem OnBoard-Entertainment (Filme, Serien, Musik) unterhalten. Der Ton kommt über Kopfhörer, die von den Flugbegleitern ausgegeben werden oder beim Boarding bereits am Sitzplatz liegen.

Empfehlenswert ist es jedoch zu versuchen, wenigstens ein paar Stunden zu schlafen. Dafür können diese Tipps helfen:

  • Auf Langstrecken liegen am Sitzplatz Kissen und Decken bereit. Sie sind in der Regel sehr dünn, bzw. klein. Ein aufblasbares Reisekissen kann hier einen erholsamen Schlaf unterstützen.
  • Eine weiche Fleecejacke oder ein Hoodie (Sweatshirt mit Kapuze) spendet zusätzliche Wärme. Auch praktisch bei kalten Nächten in Down Under!
  • Eine Schlafbrille hilft zu entspannen und sorgt für Dunkelheit, selbst wenn der Sitznachbar sein Leselicht nutzt.
  • Ohrenstöpsel können Geräusche des Fluges und das anderer Passagieren dämpfen.
  • Auch während des Schlafs sollte man unbedingt angeschnallt bleiben. So besteht nicht die Gefahr, bei zwar sehr seltenen aber extremen Luftlöchern, möglicherweise aus dem Sitz zu rutschen. Um trotzdem noch etwas Bewegungsfreiheit zu haben, kann der Sitzgurt an der Schnalle etwas erweitert werden.
  • Vor dem Schlaf Gesicht und Hände eincremen. Dadurch erhält die Haut Feuchtigkeit und es vermeidet unangenehmes jucken durch Trockenheit. Kleine Tuben mit Feuchtigkeitscreme findet man in Drogeriemärkten.

Uhren umstellen auf Ankunftszeit

Sobald man seinem Sitzplatz eingenommen hat, kann schon einmal die Uhr auf die aktuelle Zeit am Ankunftsort umgestellt werden (Smartphones stellen sich vor Ort automatisch ein, sofern Ortungsdienste „aktiv“ sind). Auch diese Maßnahme ist hilfreich gegen den Jetlag. So kann sich das Gehirn schon während des Fluges auf die neue Zeit einpendeln, und der Körper sich in Bezug auf den Schlafrhythmus umstellen.

Mit diesen kleinen Tipps & Tricks sollte ein Flug eigentlich so entspannt sein, dass man ihn genießen kann und nicht unbedingt als Anstrengung empfindet.

©Fotos:  S.Hopf / MietCamper Australien

Aktualisiert Sept. 2018

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