Strömungen, Sonnenbaden & Sicherheit

Schwimmen in Australien (Tallebudgera Beach, Queensland)


Australien hat viele atemberaubender Strände. Das blaue Meer lädt an unzähligen Stellen jeden dazu ein sich, in die Fluten zu stürzen. Was es speziell beim Baden & Schwimmen im Meer zu beachten gibt und was man vorab checken kann:

Swim safe:

  • Sofern vorhanden: Beachte die Hinweisschilder am Strand.
  • An bewachten Stränden nur "zwischen den Flaggen" schwimmen: ;Swim between the flags!
  • Australische "swim in the sea"-Regeln beachten (am Ende der Seite).
  • Frage Locals nach aktuellen Situationen zu Strömungen, Tiere usw.
  • Denk an ausreichenden Sonnenschutz vorallem für Kinder!
  • Die Beach-Safe App aufs Smartphone laden.
  • Beim schwimmen im Meer: Beachte Strömungen! - Unterwasserfelsen - Tiere (Quallen im Norden) - Sonneneinstrahlung!
  • Alternativen im nördlichen Australiens: City-Lagoons, örtliche Schwimmbäder, natürliche & künstliche Pools.

Schwimmen im Meer

Australien hat eine der längsten Küstenlinien der Welt. Zwei der drei großen Ozeane prallen jeweils gegen die Seiten des Kontinents. Im Westen der Indische, im Osten der Pazifische Ozean. Und die Natur ist geradezu verschwenderisch mit der Zahl an kleinen wie großen Buchten und Stränden umgegangen.

Einige der schönsten Strände der Welt liegen in Australien. Insgesamt säumen nahezu12.000 die Küste.

Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth haben City Beaches. Strahlend weiße Strände gibt es in Esperance im Südwesten. Regelmäßig kommen dort Kängurus vorbei. Der Hyams Beach in New South Wales, Whiteheaven Beach auf den Whitsundays oder die kilometerlangen Muschelbänken am Shell Beach in Westaustralien. Die Auswahl ist nahezu grenzenlos. Strände findest du an allen Ecken und Enden in Australien. Meist von Palmen gesäumt, mal mit tosenden Brandung, mal mit weniger starken Wellen.

Fast jeder Strand steht für etwas Besonderes. Am einen lässt es sich sehr gut surfen, am anderen wunderbar schnorcheln. Wieder andere haben sehr seichtes Wasser oder bieten Möglichkeiten um mit Seelöwen oder Delfinen zu schwimmen. Und fast alle bieten perfekte Wassertemperaturen und laden zum planschen im Meer und Sonnenbaden ein. Besonders natürlich zur Saisonzeiten.

Egal wo an der Küste, ein "Beach" ist fast immer in der Nähe. Über die besonderen Eigenschaften des Strands, sollte man sich vorab etwas informieren.

Besonderheiten!

So verlockt das blaue Meer an vielen Stellen sich gleich in die Fluten zu stürzen. Im Auge behalten und über ein paar Dinge informieren, sollte man sich trotzdem. Zum Beispiel auch vor langen Sonnenbädern. Vor allem für Eltern von Kleinkindern! sollten die Hinweise beachten.

Swim between the flags (Zwischen den Flaggen schwimmen)

An Stränden in Australien sieht man sie schon von weitem. Die berühmten, australischen Rettungsschwimmer mit ihren rot-gelben Badeanzügen, Rettungsequipment und Flaggen. An bewachten Strände (patroled beach) sind sie nicht nur als "Lifeguards" zugegen. Sie stellen nach Prüfung der Lage außerdem zwei Flaggen am Strand auf.

Zwischen den Flaggen schwimmen

Immer wieder unterschätzt: Die "rip current"

Zwischen den beiden Flaggen ist der Bereich, der beim Baden im Meer sicher ist. Dabei geht es weder um Haie noch andere gefährlichen Tiere. In erste Linie geht um gefährliche Meeresströmungen. Den sogenannten „rip currents“ (eine gute Erklärung bei Wikipedia: Brandungsrückstrom). Strömungen durch die selbst gute Schwimmer sehr leicht auf's offene Meer hinaus gezogen werden können. Zwischen den Flaggen ist die Gefahr dagegen sehr gering. Zudem wird dieser Bereich hauptsächlich von den "Lifeguards" überwacht.

Beachte bitte diesen sehr guten, interaktiven Artikel im Sydney Morning Herald zu Rip Currents. - Er beschreibt (in englisch): Wie du sie erkennst und was zu tun ist wenn man hinein gerät (öffnet in neuem Fenster bei: smh.com.au)

Der Artikel zeigt, dass in 12 Jahren (2004-16) zwar 26 Menschen in Australien durch Hai-Angriffe starben, in der gleichen Zeit allerdings 230 durch Rip Currents ertranken! Dabei wird herausgestellt, dass nur 16% davon Touristen aus Übersee waren, was nahelegt, dass es selbst bei Australiern einen Unterschied darüber gibt, die Gefahr zu kennen und sie zu vermeiden!

Kein Freifahrschein

Gleichwohl ist natürlich jeder selbst für seine Sicherheit verantwortlich. Die Flaggen stellen keinen Freibrief darüber aus, dass in diesem Bereich absolut nichts passieren kann. Vor dem schwimmen im Meer sollte man sich selbst zu seiner körperliche Fitness und eigenen Schwimmfähigkeiten hinterfragen.

Der durch die Flaggen markierte Bereich, stellt eine Zone dar, die zu diesem Zeitpunkt frei von solchen Strömungen oder Untiefen ist. Das Meer bleibt trotzdem ein sich ständig - und manchmal schnell - wandelnder Teil der Natur.

Die Flaggen bedeuten keinesfalls, dass hier zum Beispiel Kinder unbeaufsichtigt spielen könnten bzw. die Lifeguards die Aufgabe der Eltern übernehmen. Ebenso wenig, dass sich Nichtschwimmer hier in tieferes Wasser wagen können.

Die Flaggen sind als Empfehlung zu verstehen und der Bereich, den die Rettungsschwimmern intensiver überwachen.

"Swim in the sea"- Regeln

Folgenden Regeln sollten beachtet werden

  • Schwimme und bade nur an bewachten Stränden.
  • Nur zwischen den rot-gelben Flaggen schwimmen. Sie markieren den sichersten Bereich
  • Möglichst nicht alleine schwimmen, surfen oder angeln.
  • Achte auf Rip-Strömungen, wie man sie erkennt und ihnen entkommt.
  • Nicht unter Einfluss von Alkohol und Drogen schwimmen
  • Wende dich bei Fragen an die Lifesaver oder Lifeguards vor Ort.

Die Beachsafe-App (scroll zu "Australien-Apps" auf unserer verlinkten Seite) ist eine praktische App fürs Mobiltelefon und informiert dich über Zustand des Beaches und ob ein Strand gerade bewacht wird!

Sonnenbaden

Ein wichtiger Punkt am Strand: Die Sonnenstrahlung. Oft gibt es weit und breit keinen Schatten. Im Wasser oder am Strand beim spielen, planschen, Sonnenbaden, besteht ohne ausreichenden Schutz eine erhöhte Gefahr von ernsthaftem Sonnenbrand.

In Australien ist die Sonne um ein vielfaches stärker als in Mitteleuropa. Sonnenschutzfaktor SPF +50 sollte am Strand verwendet werden. Selbst Menschen mit weniger reizbare Haut, können durch die Intensität der Sonne schnell einen Sonnenbrand bekommen. Das Land hat die höchsten UV-Werte weltweit.

Wichtiger Tipp für Eltern

Kindern sollte besondere Aufmerksamkeit bekommen. Eine Kopfbedeckung, die gleichzeitig Ohren und Nase schützt, ist zu empfehlen. Australische Kinder sieht man oft mit Cappys mit einem zusätzlichen Nackenschutz am Strand spielen. Australier wissen genau warum sie ihre Kinder so schützen.

In Drugstores und Supermärkten findet sich ein umfangreiches Angebot an Cremes, Sprays und Lotionen. Für jeden Hauttyp, mit unterschiedlichen Schutzfaktoren und vielen Packungsgrößen, wird Sonnenschutz angeboten.

Gefährliche Tiere im Wasser

Vieles findet sich dazu in unserem Beitrag Gefährliche Tiere im Wasser.

Zusammengefasst: An der Nordspitze Australiens muss auf das Schwimmen im Meer verzichtet werden. Die Gefahr hier Krokodilen zu begegnen ist leider tatsächlich ganzjährig gegeben.

Giftige Quallen gibt es auch etwas südwärts davon. Bei Quallen sind allerdings ganz spezielle Saisonzeiten zu beachten in denen sie auftauchen. An beliebten Stränden sind Quallennetze im Einsatz um unbeschwertes Baden zu gewährleisten.

Gibt es solche Gefahren, stehen zudem deutliche Hinweisschilder am Strand. Die Warnungen sollte in jedem Fall Ernst genommen und beachtet werden.

Alternativen:

Die City Lagoons

Australien hat sich auf die Besonderheiten seiner Küsten (Strömungen/ gefährliche Tiere) recht frühzeitig eingestellt. Besonders beliebten Touristenorte bieten "Lagoons" z.B. in Cairns, Darwin und Townsville .

Hier kann direkt am Meer, entspannt gebadet und gesonnt werden. Diese "Lagoons" sind große Badelandschaften, und werden oft aus dem Meer mit Wasser versorgt. Der Eintritt in Cairns und Townsville ist frei.

In Darwin ist noch eine große Wellenanlage angeschlossen. Hier kostet der Eintritt für Erwachsene AU$ 7,- / Kinder unter 3 Jahren: free / Kinder 3 - 15 Jahren AU$ 5,- (Familienkarte, 2 Erw. bis zu 3 Kinder AU$ 18,- / Stand 09/2019)

Schwimmbäder

Australien ist eine Nation von Schwimmern. Das zeigen die Ergebnisse bei den Olympischen Spielen immer wieder. Insofern gibt es zahlreiche öffentliche Schwimmbäder. Selbst in vielen kleineren Ortschaften ist ein Schwimmbad vorhanden.

Swimming Pools

Gewerbliche Campingplätze in allen Teilen des Landes, verfügen sehr häufig über einen Swimmingpool. Je wärmer das Durchschnitts-Klima, umso sicherer kann man davon ausgehen dass ein Pool vorhanden ist, selbst auf gewerblichen Plätzen im Outback.

Rock Pools

An der Küste Australiens gibt es immer wieder einmal natürlich entstandene Pools oder Lagoonen, die aus den Felsen im Lauf von Jahrtausenden heraus gespült wurden, in denen ganz entspannt gebadet und geplanscht werden kann

Video von Surf Life Saving Australia: Swim between the flags

© Fotos: Christopher Campbell (Unsplash) / S.Bendisch (MCA)

Updated: Sep.19

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