Wann Mieter in der Verantwortung sind.

Motorraum eines Hochdach-Campers / Bild© MietCamper Australien

Wer den Mietvertrag unterschreibt, übernimmt einen Camper aber auch einige Pflichten gegenüber dem Vermieter. Zum Beispiel das Fahrzeug pfleglich zu behandeln und die Bedingungen (Terms & Conditions) des Vermieters zu respektieren und zu befolgen.

Kurze Übersicht

  • Die Terms & Conditions des Vermieters sollten gelesen und beachtet werden!
  • Wasser und Ölstand muss regelmäßig kontrolliert werden.
  • Den Vermieter kurzfristig informieren bei Funktionsstörungen oder Schäden.
  • Bei einem Unfall muss die Polizei gerufen werden.
  • Camper nur so nutzen wie zugelassen.
  • Die Verkehrsregeln beachten.

Pflichten die der Mieter hat*

Wer den Camper beim Vermieter abholt, kannst natürlich davon ausgehen, dass am Fahrzeug alles in Ordnung ist, der Tank und Schmier- sowie andere Verbrauchsstoffe aufgefüllt sind.

Während der Reise bist du allerdings in der Pflicht, notwendige Schmier- und Kühlmittel selbst im Auge zu behalten. In den Terms & Conditions (AGB) aller Vermieter wird darauf besonders hingewiesen. Ölstand des Motors und insbesondere der Wasserstand des Kühlers sollten regelmäßig geprüft werden. Eine augenscheinliche Prüfung erwarten einige Vermieter sogar täglich vom Mieter.

Was, wann prüfen!

Wer viele Kilometer mit dem Fahrzeug zurücklegt, sollte sich die regelmäßige Prüfung von Wasser & Öl zu eigen machen. Auf einer Campertour ergeben sich dafür viele Gelegenheiten. Noch bevor man mit dem Camper morgens aufbricht, kann man ein Blick auf den Kühlwasserstand werfen. Der Motor ist noch kalt und man verbrennt sich nicht die Finger. Anders während der Fahrt, wenn beim Tankstopp das Kühlwasser extrem heiß ist.

Nicht nur im australischen Sommer - wenn Thermometer schon mal über 40°C steigen - sollte der regelmäßige Blick in den Motorraum zur Routine werden. Auch sonst sollte es in den täglichen Ablauf integriert werden. Selbst wenn Camper in den Werkstätten regelmäßig überprüft und gewartet werden, kann auch am neusten Modell mal eine mechanische Schwachstelle auftreten.

Der Ölstand sollte möglichst bei warmen Motor geprüft werden! Tankstopps sind dafür der richtige Zeitpunkt. Nachdem getankt wurde und das Öl Zeit hatte sich etwas abzukühlen und abzusetzen, kann der Pegelstand kontrolliert werden. Auf langen Routen, die in Australien meist die Regel sind, gehört der regelmäßige Blick auf den Öl-Peilstab zum Pflichtprogramm.

Motoröl Prüfung bei einem Hochdach Camper

Motorschäden, die durch zu niedrige Kühlwasser- oder Ölstände entstehen, dürften zu einer teuren Angelegenheit für den Mieter werden. Daher: Lieber etwas Zeit investieren und regelmäßig einen Blick auf die Pegelstände der Schmier- und Kühlflüssigkeiten werfen.

Weitere Pflichten des Mieters

Bei Unfall

Bei einem Unfall ist grundsätzlich die australische Polizei einzuschalten. Und auch der Vermieter des Campers muss IMMER informiert werden. Nur von ihm bekommt man genaue Informationen zum weiteren Vorgehen. Auch wenn wir euch gerne unterstützen, dem "Vermittler bzw. Agenten“ in Europa, sind in solchen Fällen erst mal die Hände gebunden.

Bei Schäden

Gleiches gilt auch bei einem Schaden (Defekt, Fehlfunktion oder Beschädigung am Camper oder Ausstattung). Melde es immer zuerst dem Vermieter in Australien. Das sollte innerhalb von 24 Std. telefonisch geschehen. Auch in solchen Fällen kann der Vermittler/Agent zunächst nichts selbst einleiten. Und das nicht nur wegen der Zeitverschiebung.

Uns fehlen wichtige Informationen: Zum Beispiel über die Reparatur-Partner der Vermieter oder wo genau das Fahrzeug wieder instandgesetzt werden muss, welche Straßenverkehrswacht in der jeweiligen Region Australiens für die Pannenhilfe zuständig ist.

Keinesfalls sollte eine Instandsetzung oder Reparatur ohne Rücksprache mit dem Vermieter vorgenommen werden. Du könntest sonst auf den Kosten sitzen bleiben. Reparaturen müssen durch den Vermieter genehmigt und bestätigt werden. Die Kosten dafür werden sonst möglicherweise nicht ersetzt.

In der Regel haben die Vermieter mit bestimmten Werkstätten feste Vereinbarungen. Meist muss man sich um kaum etwas selber kümmern oder vorab auslegen.

In der Verantwortung und Haftung des Kunden liegen während der Mietzeit:

  • Schäden durch Wildunfall während der Dämmerung am Morgen oder Abend, außerhalb geschl. Ortschaften.
  • Unfälle oder Überschläge ohne Einwirkung Dritter, mit Teil- oder Totalschaden
  • Schäden durch Nichtbeachtung der Verkehrsregeln oder anderweitiger Gesetze (sofern die Polizei „careless driving“ = fahrlässiges fahren, feststellt)
  • Schäden durch Nichtbeachtung der Terms & Conditions (AGB) der Vermieter.
  • Schäden durch fahrlässiges oder mutwilliges Verhalten. Zum Beispiel: Fahren unter Alkoholeinfluss, Übermüdung oder überhöhte Geschwindigkeit.
  • Verlust von persönlichem Eigentum.
  • Schäden an Unterboden, Dachaufbauten und Markisen*.
  • Bergung von eingesunkenen, festgekeilten oder festgefahrenen Fahrzeugen*.
  • verlorene Zündschlüssel*.

*sofern nicht durch Zusatz-Versicherungspaket ausgeschlossen.

Terms & Coditions der Vermieter:

Letztlich sind immer die Terms & Conditions (AGB) der Vermieter maßgebend. Missachtung der AGBs, selbst mit bestem Versicherungspaket, können den Verlust des Versicherungsschutzes bedeuten.

Folgende Punkte gelten bei jedem Vermieter als Verstoß gegen ihre AGBs:

  • Fahren auf unbefestigten Straßen (gravel roads) mit 2WD Fahrzeugen. Ausgenommen sind natürlich 4WD-Fahrzeuge. Hier können andere Ausschlüsse gelten, s.unten.
  • Nicht melden von Mängeln, Schäden oder Fehlfunktionen am Fahrzeug.
  • Schäden die durch Wassereinbruch ins Fahrzeug entstehen, z.B. beim Durchfahren von überfluteten Straßen, Flüssen oder am Strand.
  • Fahren des Campers durch im Mietvertrag nicht registrierte Fahrer.
  • Abschleppen anderer Fahrzeuge mit dem Camper.
  • Besuch von Inseln (Tasmanien oder Kangaroo Island) ohne vorherige Rücksprache mit dem Vermieter.

Besonders das befahren unbefestigter Straßen, ist ein Punkt der immer wieder zu Diskussionen führt. Er sollte beachtet werden damit es nicht hinterher teuer wird.

Nur Fahrzeuge mit 4-WheelDrive dürfen auf Kies- oder Sandwegen (gravel roads) fahren. Beschädigung an normal angetriebenen Campern (2WD/Zweirad Antrieb) die durch das Fahren auf nicht asphaltierten Straßen entstehen, sind nicht durch die Versicherungen gedeckt. Einzige Ausnahme: Anfahrten zu Campingplätzen oder Grundstücken bis zu einer, in den T&Cs des Vermieter, bestimmten vorgegebenen Länge!

Selbst mit 4WD Campern darf nicht jede Straße befahren werden. So gibt es bestimmte Outback-Routen, für die entweder eine ausdrückliche Genehmigung des Vermieters vorliegen muss oder die grundsätzlich gesperrt sind. (siehe Link oben)

*Hinweis: Es handelt sich bei diesem Artikel um eine hoffentlich hilfreiche "Übersicht". Maßgeblich sind jedoch letztlich immer die Vorgaben der Vermieter die sich aus den jeweiligen Terms & Conditions ergeben !

Hinweise zur Camper Handhabe

Fotos: © L.Hopf, Mietcamper Australien / Britz Camper

Aktualisiert: Sep. 2019

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