Deutsch beim Pick-Up, unterwegs & die Möglichkeiten


Kurz vor der Abholung, mag dem einen oder anderen der Puls etwas höher schlagen. Nicht nur aus Freude, weil das Abenteuer nun endlich startet. Manchmal auch angesichts der eigenen, sehr überschaubaren Englischkenntnisse.

Die Aussicht auf den bevorstehenden englischen Dialog mit einem Mitarbeiter, sollte keine Kopfschmerzen bereiten. Selbst wer nur mit englischem "Basiswissen" im beim Vermieter auftaucht. Tausende anderer Kunden - die ebenfalls keine englischen Muttersprachler sind - haben bereits hier ein Mietfahrzeug angemietet und alles hinbekommen. Die Vermieter haben sich darauf natürlich eingestellt.

Schnelle Übersicht:

  • Selbst ohne fundierte Englischkenntnisse ist eine Camper Übergabe problemlos.
  • Du wirst durch mehrsprachige Infobroschüren oder Videos über den Umgang mit dem Fahrzeug informiert.
  • Möglicherweise stehen sogar deutschsprachige Mitarbeiter zur Verfügung.
  • Lass dir nötigenfalls von anderen Reisenden helfen.
  • Australier sind sehr hilfsbereit gegenüber Reisenden (z.B. am Campingplatz, Tankstelle, Geschäfte).
  • Bei Problemen oder Schäden jedoch immer den Vermieter zuerst informieren. Nur er weiß was als nächstes zu tun ist.
  • Lass einen Australier oder anderen Reisenden den telefonischen Kontakt aufnehmen, falls du dir wegen deines Englisch unsicher bist.
  • Dein Camper-Agent oder Reisebüro kann aus Europa erst einmal nichts ausrichten. Die notwendigen Infos fehlen.

Infos in anderen Sprachen.

Wichtige Informationen haben Vermieter in mehreren Sprachen vorliegen, z.B. als Broschüre oder Handzettel. Es werden auch Tablets mit kurzen Videos genutzt, die die Handhabung des Fahrzeugs in verschiedenen Sprachen zu erklären.

Klar, am einfachsten wäre es natürlich wenn die Mitarbeiter der Niederlassung Deutsch sprechen würden. Es gibt sogar einige Vermieter die deutschsprachige Mitarbeiter beschäftigen. Mit etwas Glück, haben sie gerade Dienst, wenn du den Camper abholst. Aber dafür gibt es keine Garantie!

Das eigene Englisch

Man braucht keine Scheu bei der Übergabe des Campers haben. Mit etwas Geduld und ein wenig Zeichensprache, lassen sich die meisten Punkte schnell klären. Inzwischen gibt es passende Apps (sehr ausgereift für deutsch/englisch), die selbst das gesprochene Wort übersetzen können. Z.B. GoogleTranslate für iOS und Android. Infos dazu gibt's hier: Sinnvolle Reise-Apps

Und falls du tatsächlich mal etwas an der Handhabung des Campers oder in der englischen Betriebsanleitung nicht verstanden hast, gibt es immer noch andere Möglichkeiten. Zum Beispiel kannst du auf Campingplätzen andere deutschsprachige Reisende um Unterstützung oder Übersetzung bitten. Selbst Australier, ohne deutsche Sprachkenntnisse, nehmen sich sehr häufig die Zeit Reisenden bei Problemen irgendwie weiter zu helfen.

Wirklich zu beachten

Bei einem Schaden am oder im Fahrzeug, sollte keinesfalls Scheu vorhanden sein den Vermieter zu kontaktieren. Am Telefon englisch zu sprechen - und vor allem zu verstehen - erscheint ohne fundierte, englische Sprachkenntnisse oftmals als eine unüberwindbare Hürde. Du bist hier allerdings in der vertraglichen Pflicht, eine solche Meldung zu machen.

Selbst für solche Situation gibt es Lösungen. Es könnte sich z.B. ein Mitreisender, der etwas besser Englisch spricht, sich im Namen des Hauptmieters bei der Hotline melden. Oder bitte einen Australier, der den Schaden vor Ort direkt sehen kann, den entsprechenden Anruf zu tätigen und die Situation zu beschreiben. Der kann dann auch besser verstehen, was der Vermieter am Telefon antwortet und anschließend in Ruhe erklären, wie das weitere Vorgehen ist.

Bei Schäden & Problemen: 1. Ansprechpartner ist der Vermieter (Hotline)

Bei einem Defekt am Fahrzeug oder Unfall über den deutschen Agenten zu gehen, hilft leider nicht weiter. Weder kann von Europa aus ein Schaden, noch die genau Situation vor Ort überblickt werden. Zudem liegen Agenten niemals die Informationen vor, die Vermieter in Bezug auf Art und Umfangs des Schadens brauchen. Was, wo und wie veranlasst werden muss um Schäden schnellstmöglich zu beheben, können ebenfalls nur die Vermieter selbst sagen und entscheiden.

Es ist also wichtig, sich zunächst immer erst einmal an den Vermieter des Fahrzeuges, bzw. an die Hotline zu wenden. Erst durch diesen Kontakt kann entschieden werden, was als nächstes zu tun ist.

Nicht alleine entscheiden

In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal darauf hingewiesen, dass Schäden am Fahrzeug, an der Ausstattung oder am Zubehör niemals ungefragt bzw. ohne Rücksprache mit dem Vermieter repariert werden sollten. Du solltest also keinesfalls alleine entscheiden was zu tun ist.

In der Regel hat der Anbieter ausgewählte, australische Vertragspartner, die in solchen Fällen Ersatzteile bereithalten oder den Service für den Vermieter abwickeln. Lässt du selbstständig und ohne Rückfrage solche Instandsetzungen durchführen, darfst du dich nicht wundern wenn dir diese Kosten bei der Rückgabe des Fahrzeuges nicht ersetzt werden.

Einzige Ausnahme*: Manche Vermieter erlauben kleinere Reparaturen ohne Rücksprache. Dann allerdings darf die Instandsetzung nicht mehr als max. 100,- AUD kosten.
* Welche Grenze bei Kleinstreparaturen dein Vermieter gesetzt hat, kann verbindlich nur den Terms & Conditions des jeweiligen Vermieters entnommen werden oder dir ein Mitarbeiter vor Ort sagen.

© Fotos: S.Hopf / Pixabay

Aktualisiert: Juli 2018

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