Wann etwas nicht versichert ist!


Auch mit der besten Versicherung gibt es bestimmte Situation oder Schäden, die nicht abgedeckt sind. Eine Auswahl der klassischen Ausschlüsse führen wir in diesem Artikel auf:

Kurz und knapp:

  • Die Terms & Conditions der Vermieter führen Ausschlüsse ausführlich auf.
  • Auch einige Strecken, bzw. Regionen oder Inseln dürfen nicht immer befahren werden.
  • Manche Routen benötigen eine Genehmigung vorab durch den Vermieter!
  • Die Handhabung des Fahrzeug unterliegt Einschränkungen.
  • "Careless driving" kann zum Verlust des Versicherungsschutzes führen!

Mit einer Premium-Versicherung bist du in Australien deutlich besser unterwegs, als nur mit der Standard-Versicherung. Hältst du dich an Verkehrsregeln und Vorgaben der Vermieter, können Rundreisen im Camper durch Australien sehr viel entspannter genossen werden.

Aber egal welches Versicherungsmodell du wählst. Ausschlüsse von der Leistung, gibt es bei allen Optionen und Vermietern. In den Terms & Conditions (T&Cs), also den AGB der Vermieter, sind diese jeweils im Detail aufgeführt. Dazu gehören z.B. bestimmte Regionen oder Strecken aber auch manche Handhabung des Fahrzeuges.

Außerdem können Leistungen ausgeschlossen sein, bei Bruch der Mietvereinbarung oder bestimmtem Verhalten im Straßenverkehr. Beispielsweise was die australischen Polizei als „careless driving“ (fahrlässiges Fahren) bezeichnet. Was das genau bedeutet haben wir am Ende des Artikels aufgeführt.

Hinweis:
Die nachfolgenden Ausschlüsse sollen einen möglichst schnellen und einfachen Überblick geben. Sie erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Letztlich sind allein die Terms & Conditions des jeweiligen Vermieter und die australischen Gesetze maßgebend.

Region und Strecken*

Alle Vermieter schließen „Fahrzeuge ohne Allradantrieb“ von der Fahrt über Sand-, Schotter- oder Kieswege grundsätzlich aus! Das bedeutet: Alle Outback-Straßen, die eine "unversiegelte Oberfläche" (unsealed road) haben, dürfen mit normalen Campern/Wohnmobilen (also "ohne" 4WD/Vierradantrieb) nicht befahren werden. Dazu gehören übrigens auch Strände. Als versiegelt gelten nur durchgehend asphaltierte oder betonierte Straßen.

Nur Allrad-Fahrzeuge - in Australien "4Wheel Drive" genannt - dürfen solche "unsealed roads" befahren! Nicht asphaltierte Wege die als Zubringer zu Campingplätzen dienen, dürfen allerdings auch mit einem normal angetriebenen Fahrzeug (auch Miet-PKWs) befahren werden. Dabei geben die Vermieter die maximale Länge dieser Anfahrtswege in ihren T&Cs vor.

Es können auch bestimmte Regionen für Mietfahrzeuge ausgeschlossen sein oder dürfen nur mit einer offiziellen Genehmigung des Vermieters befahren werden. Dazu gehören beispielsweise einige Inseln wie Tasmanien oder Kangaroo Island. Ebenso einige Gebiete die von Aborigines verwaltet werden

Manche Outback-Routen bedürfen Genehmigungen

Solche schriftlichen Genehmigungen vom Vermieter sind - selbst für Fahrer von 4WD (Geländewagen) - bei einigen Outback-Routen vorgeschrieben. Beispielsweise bei Fahrten durch die Simpson Desert oder nach Cape York. Über den Plenty Highway, den Oodnadatta-, Tanami- oder Birdsville Track, die Gibb River Road und einige andere Strecken.

Für manche Routen bekommt man aber selbst mit einem 4WD Fahrzeug keine Genehmigung zum befahren. Dazu gehören beispielsweise die Insel Fraser Island, Canning Stock Route, der Old Gunbarrel Highway oder die Route nach Cape York zwischen Dezember und Mai, und andere.

Als MietCamper Australien Kunde, beraten wir dich natürlich gerne bei deiner Planung!

Handhabung des Fahrzeuges*

Mit einer Premium-Versicherung sind Schäden, die durch unsachgemäßen Umgang mit dem Fahrzeug entstehen, nicht durch die Versicherung abgedeckt. Der Mieter ist in solchen Fällen immer verantwortlich und haftbar.
Dazu zählen unter anderem:

  • Abschleppen andere Fahrzeuge, Boote oder Anhänger.
  • Schäden durch das durchfahren von überflutete Straßen, Flüssen, Brandung oder anderer Wasserwege.
  • Schäden durch zu geringen Öl- oder Wasserstand, denn regelmäßige Kontrolle wird vorausgesetzt.
  • Nicht gemeldete Mängel oder Fehlfunktionen des Fahrzeuges.
  • Zündschlüssel im Fahrzeug lassen.
  • Verlust des Zündschlüssel
  • Schäden durch mitgeführte, gefährliche Güter.
  • Schäden durch Nutzung von falschem oder kontaminierten Kraftstoff.
  • Schäden an Dach, Dachaufbauten und Markisen. Zum Beispiel durch einfahren in zu niedrige Parkhäuser, beim Parken unter Bäumen oder Vordächern.
  • Schäden oder Verlust von persönlichem Eigentum

Verstoß gegen Terms & Conditions* und „careless driving“

Kein Anspruch auf Leistung durch die Versicherung besteht, wenn gegen Nutzungsbedingungen (Terms & Conditions) der Vermieter verstoßen wird. Ebenso beim sogenannten „careless driving“, das bei Unfällen möglicherweise durch die australische Polizei festgestellt wird.

Beispiele:

  • Befahren auf für das Fahrzeug nicht zugelassenen Untergründen, Strecken oder in Regionen.
  • Fahren unter Drogen- und/oder Alkoholeinfluss.
  • Schäden infolge von fahrlässigem oder mutwilligen Verhaltens.
  • Verstöße gegen die Verkehrsordnung oder anderer Gesetze
  • Fahrzeugführung durch nicht im Mietvertrag registrierte Fahrer.
  • Schäden durch Wildunfall während der Dämmerung, außerhalb geschlossener Ortschaften.
  • Schäden durch Überschlag ohne Einwirkung Dritter. Wird in Downunder als "Single Vehicle Turn over" bezeichnet.
  • Mitnahme von mehr als der zugelassenen Passagieranzahl.
  • Bergungskosten durch festgefahrene, eingesunkene oder eingekeilte Fahrzeuge.
  • Rauchen im Fahrzeug.

Zum careless driving zählt z.B.

  • Überhöhte Geschwindigkeit
  • Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
  • Fahren auf der falschen Fahrbahnseite
  • Unfälle durch Übermüdung
  • Überfahren roter Ampeln

*Je nach Anbieter

Fotos: S.Hopf

Aktualisiert Mai 2018

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