Was erlaubt ist - was nicht.

Immer wieder wird es heiß diskutiert: "Wild campen in Australien". Die letzten Jahre haben einige Spuren bei den Australiern zu diesem Thema hinterlassen.

Schnelle Fakten:

  • Wild campen kann eine phantastische Art des Camping sein.
  • Ohne Stress allerdings nur, wenn man weiß wo es erlaubt und wo es verboten ist.
  • Definitiv NICHT erlaubt ist es in Städten, Wohngebieten und am Straßenrand.
  • Auf Parkplätzen und an Stränden mit einem "No camping" Schild.
  • Auf Privatbesitz, Farmen u.ä. nur nach Absprache mit den Eigentümer.
  • In Nationalparks ist ggf. eine "Permit" erforderlich.
  • Visitor Center können oftmals gute Tipps geben.
  • Polizeistreifen und Ranger kennen beliebte Spots zum wild campen.

Wild Camping: Wo man nicht stehen sollte

Wildes campen, also einfach irgendwo am Wegesrand zur Nacht campieren, ist in Australien nicht grundsätzlich verboten. Man sollte darauf achten, immer außerhalb bewohnter Gebiete und Städten zu stehen. Nicht toleriert wird campen direkt neben der Straße.

Im Camper übernachten ist in geschlossenen Ortschaften und Wohngebieten generell verboten. Trotzdem wird es leider von jungen Backpackern immer wieder praktiziert. Meist um Gebühren für Campingplätze zu sparen. Dem australischen Staat und der Polizei ist die Problematik durchaus bekannt und die Ordnungshüter reagieren schnell.

Die Problematik

"wild camping" hat sich, vor allem in Wohngebieten an der Ostküste, über die Jahre fast epidemieartig verbreitet. Backpacker aus aller Welt, oft mit einem "Work & Travel Visum" unterwegs, suchen mit ihren gekauften Fahrzeugen einen zentralen und vor allem kostenlosen Standplatz für die Nacht.

Leider hinterließen viele von ihnen dabei Standplätze in Wohnstraßen oder an Stränden, wie eine Müllhalde oder blockierten die Parkplätze der Anwohner über Wochen. Und es blieb nicht nur bei Papier- und Glasabfällen. Auch Essensreste, was wiederum Wildtiere und Ungeziefer anlockten und manchmal sogar Fäkalien wurden zurück gelassen.

Dieses Problem haben Behörden zwar erkannt aber nach Ansicht einiger Anwohner zu langsam behandelt. So bildeten sich an besonders beliebten Orten, Nachbarschaftshilfe die gegen diese Art des "wild camping" energisch vorgingen. Inzwischen werden jedoch auch Polizei und lokale Gemeinden aktiver.

Ein Bußgelder für "wildes campen" in Wohngebieten oder an besonders beliebten Plätzen wo Übernachten ausdrücklich untersagt ist, kann sehr hoch ausfallen!

Wer in Wohngegenden im Camper übernachtet, sollte sich auf einen kurzen Schlaf einstellen. Ein beherztes Klopfen der Polizei unterbricht die Nachtruhe meistens. Gefolgt von einer Ermahnung und, im schlechtesten Fall, ein Geldbuße. Manchmal wartet die Polizei sogar, bis man sich angezogen und die Gegend mit dem Fahrzeug verlassen hat.

Wo "wild campen" erlaubt ist

Erlaubt ist wildes campen in der Regel in weiter abgelegten Gebieten, solange es kein Privatgelände ist oder es sich nicht um besondere geschützte Regionen handelt. In Nationalparks gibt es oftmals Stellen an den übernachtet werden darf.

In solchen und ähnlichen Schutzgebieten kann jedoch eine Genehmigung der örtlichen Behörden notwendig sein. Informationen bekommst du in den lokalen "Visitor Centre" ähnlich unseren Fremdenverkehrszentralen.

Manchmal helfen auch Farmer weiter. Wer einen Farmer kennengelernt hat, kann natürlich fragen ob man sich mit dem Camper irgendwo auf sein Land stellen darf. Mit etwas Glück können dann sogar die sanitäre Anlagen genutzt werden. Und nicht selten folgt noch eine Einladung zum Abendessen.

Auch die Dorfkneipe (Pubs) könnten eine gute Möglichkeit sein Australier kennenzulernen, die einem möglicherweise einen Tipp geben können, wo sich ein besonders schöner und legaler Stellplatz findet.

Besonderer Tipp:
In den lokalen Visitor Centre kannst du dich über die Region noch einmal genau informieren. Hier arbeiten meist Ortsansässige, die mit vielen wertvollen Tipps zu Land & Leuten weiterhelfen können. Manchmal haben die Mitarbeiter einen Tipp zu günstigen oder sogar kostenlosen Standplätzen für deinen Camper! Also immer auf das gelbe "i" auf blauem Grund achten.

Schild eines Visitor Centre

©Fotos: S.Hopf /Red Sands Camper / Pixabay

Aktualisiert: Jan. 2020

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