Darwin: Camper Pick-Up & Kakadu Nationalpark

Straße im Kakadu Nationalpark.

Lukes Roadtrip hat begonnen

Endlich in Australien angekommen, ging es nach einem Tag in Darwin für Luke zur Apollo Niederlassung, um seinen HiTop-Camper abzuholen. Der Roadtrip nach Perth konnte starten und rund 4.500 km lagen vor ihm.

Flug nach Darwin

Nachdem ich zweieinhalb schöne Tage in Singapur verbracht hatte, ging es nun zum lang ersehnten Ziel Darwin. Ich hoffte, mir noch eine Übernachtung zu sparen und nahm deshalb einen Nachtflug. Er startete um 23:25 in Singapur und landete um 7:05 Uhr in Darwin landet (+1,5 Std. Zeitverschiebung, ca. 5 Std Flug).

Ankunft Darwin

Leider hatte ich verdrängt, dass Nachtflüge mit einer Billig-Airline nicht immer ein Spaß sind. Viele Familien mit Babies und sehr kleinen Kindern waren an Bord. Einige von ihnen auch verständlicherweise ziemlich quengelig da sie, genau wie ich, keine Minute schlafen konnten.

In Darwin angekommen hieß es erst mal durch die Passkontrolle (leider kein elektronischer Check-out mit deutschem Reisepass). Danach ging es zur sehr, sehr langen Schlange der Zollkontrolle. Sämtliche Taschen werden hier noch mal gescannt und überprüft.

Die Mitarbeiter waren alle äußerst freundlich. Trotzdem war ich aufgrund der Umstände und frühen Uhrzeit etwas genervt. Umso mehr als 3 Zollbeamte einer Kollegin am Schalter über die Schulter schauten und dabei nett klönen. Ich weiß aber aus eigener Erfahrungen (Nachtdienst), dass dies natürlich kein objektiver Eindruck ist. Müdigkeit macht uns unterbewusst sehr griesgrämig.

Unglücklicherweise gibt es nur ein City Shuttle (17,50 AUD) um 6:30 und um 11:00 Uhr. Mittlerweile war es allerdings bereits kurz nach 7 Uhr Morgens. Es gibt zwar öffentliche Busse die nach Darwin rein fahren, aber aktuell noch ohne mobiles Netz, hatte ich in meinem Zustand keine Lust auf Abenteuer. Deshalb gönnte ich mir ein Taxi für 30,- AUD zum Hostel in Darwins City Center.

Darwin Centrum Mitchell Street

Darwin

Darwin selber ist eine gemütliche Stadt. Sie ist außerdem die Hauptstadt des Northern Territory. Viel habe ich nicht sehen können, da ich am Vormittag im „TV-Room“ des Hostels Schlaf nachholen musste. Aber es gibt dort einiges zu erleben und viele Touristen zieht es dort hin.

Ich selber habe, nachdem ich mein Zimmer beziehen konnte, die Möglichkeit genutzt die „Free Art Tour“ mitzumachen. Die Tour wurde durch meinem Hostel angeboten und von einer jungen Engländerin durchgeführt. Sie arbeitet auch im Hostel und hat bereits einen Master in Kunst.

Im Oktober 2017 wurde erstmals das „Street Art Festival“ in Darwin abgehalten. Bekannte australische Künstler hatten 10 Tage Zeit, eine vorher ausgewählte Häuserwand in „ihr Kunstwerk“ zu verwandeln. Es muss lediglich einen Bezug zu Darwin oder der Umgebung geben. Viele der Teilnehmer haben sich zusätzlich Hilfe von lokalen Künstlern geholt, um ihnen ebenfalls eine Plattform zu bieten.

Darwin Street Art
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Darwin Street Art - Pferd

Dabei nutzte ich die Gelegenheit, um mich mit den jeweiligen Backpackern zu unterhalten die mit mir diese Tour machten. Da es im Süden Australien derzeit verhältnismäßig kalt ist (z.Zt. noch Winter auf der Südhalbkugel), ist Darwin immer ein beliebter Zufluchtsort. Zumindest für alle die es sich leisten können in den Norden zu reisen.

Am Abend saßen schließlich 7 verschiedene Nationen (Estland, Dänemark, Niederlande, Deutschland, USA, Italien und Neuseeland) an einem Tisch zusammen. Es wurden interessante Gespräche geführt, viel gelacht und mit dem ein oder anderen Bier klang der Abend langsam aus.

Camper Pick-Up bei Apollo

Am nächsten Tag konnte ich nun endlich meinen Camper abholen. Für 3,- AUD und in 20 min, ging es mit dem Bus über den Stuart Highway (Highway 1) zur Niederlassung von Apollo Motorhomes. Die Abwicklung war ziemlich zügig und unkompliziert. Der HiTop Camper war perfekt und noch sehr neu. Nur etwas über 50.000 km zeigte der Tachostand.

Apollo HiTop-Camper
Hochdach Camper von Apollo

Zunächst verstaute ich mein Gepäck und machte mich anschließend mit der Ausstattung vertraut. Natürlich werden die Camper immer vorbereitet und komplett ausgestattet, aber wie mir von den Kollegen von MietCamperAustralien empfohlen wurde, wäre ein kurzer Check immer sinnvoll. Denn schließlich sind die Mitarbeiter der Vermieter auch nur Menschen und können mal etwas übersehen.

Büro von Apollo Motorways in Darwin, Australien
Apollo Niederlassung Darwin

Also checkte ich kurz ob Wasserschlauch und Versorgungskabel (für den Stromanschluss auf Campingplätzen) im Camper waren. Dann noch kurz ein Blick in die Schubladen und Schränke, ob an Geschirr und Besteck alles dabei war und zuletzt noch ein prüfender Blick auf´s Bettzeug.

Auch nicht ganz unwichtig für mich war, wo Steckdosen und Zigarettenanzünder im Camper sind um mein Handy, Laptop und meinen Internet-Surfstick aufzuladen. Danach war ich ruck zuck auf der Straße.

Depot von Apollo Motorways in Darwin, Australien
Depot von Apollo Motorways in Darwin

Kakadu Nationalpark

Nach einem ersten, kurzen Abstecher beim Supermarkt Coles, um Lebensmittel einzukaufen, ging es dann zurück auf den Highway 1. Auf der linken Spur zu fahren war für mich nicht besonders schwer. Ich besitze meinen Führerschein zwar bereits seit knapp 10 Jahren aber in Hamburg fahre ich selten Auto. Allerdings bis mein Kopf begreifen wollte, dass der Blinker rechts sitzt sind dann doch noch ein paar Tage vergangen.

Bei der Ankunft im Kakadu National Park, wird man zunächst auf einen Rastplatz gebeten. Hier gibt es zwar kostenloses WLAN, man wird allerdings dazu angehalten den „7-Day Park-Pass“ online zu buchen (40,- AUD). Möchte man seine Kreditkarten-Daten nicht unbedingt an einer unbekannten WLAN Schnittstelle eingeben, kann man dies aber auch an jedem Campingplatz oder am Visitor Information Centre erledigen.

Nach ca. einer Stunde Fahrt kam ich endlich in Jabiru an. Meine Erste Nacht im Camper habe ich für 30,- AUD (unpowered site) in der Kakadu Lodge verbracht. Obwohl ich jede Menge Lesestoff, Hörbücher etc. dabei habe, blieb ich einfach draußen in meinem Campingstuhl und versuchte mich am wunderschönen Sternenhimmel satt zu sehen.

Camping im Apollo HiTop

Bowali Visitor Centre & Ubirr

Um 9 Uhr am nächsten Morgen, ging es zum „Bowali Visitor Information Centre„. Die Mitarbeiter erklärten mir, was ich alles mit meinem 2WD-Hochdach Camper im Park entdecken könne und was sich wirklich lohne anzusehen. Die Beratung war super nett, sehr kompetent und besonders informativ.

Bowali Visitor Centre

Zunächst fuhr ich in den Norden nach Ubirr. Auf der Aussichtsplattform verschlägt es einem die Sprache, so überwältigend ist der Ausblick.

Aussichtsplateau Ubirr, Kakadu Nationalpark
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In der Nähe gibt es die „Ubirr Rock Art Site“. Felsmalereien der Ureinwohner können dort besichtigt werden. Einige der Malereien sind über 1.500 Jahre alt und erzählen von speziellen Erlebnissen, z.B. einer besonders erfolgreichen Jagt oder andere Geschichten der Aborigines.

Wandmalerei 3 / Ubirr Rock Art Site im Kakadu Nationalpark, Australien
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Wandmalerei 2 / Ubirr Rock Art Site im Kakadu Nationalpark, Australien Wandmalerei 1 / Ubirr Rock Art Site im Kakadu Nationalpark, Australien

Insgesamt reiste ich über 3 Tage, vom Norden in den Süden, durch den Kakadu Nationalpark. Ich versuchte Morgens eher die beliebten Aussichtsplattformen zu besuchen. Dafür Nachmittags, wenn es am heißesten war, während meiner „Bushwalks“ im Dickicht des Waldes der sengende Sonne zu entgehen.

Fazit

Der Kakadu Nationalpark war unglaublich beeindruckend und ich hätte hier sicherlich noch einige Tage verbringen können. Zur Zeit sind wegen der Schulferien im Northern Territory allerdings extrem viele Touristen unterwegs. Das machte manche Sites besonders voll und die Preise sind entsprechend hoch. Für 30 min Rundflug 170,- AUD, Tagestouren um die 200,- AUD, Angel-Ausflug 150,- AUD.

Dafür bin ich dann wohl doch noch zu sehr ein Budget Backpacker. Jemand der lieber alles alleine erkunden möchte und außerdem noch ein anderes Ziel vor Augen hat: An der Westküste später noch möglichst viele Tauchgänge zu absolvieren und lieber darauf etwas zu sparen.

Am 4. Tag ging es für mich dann insgesamt 284 km in Richtung Süden, nach Katherine und dem Nitmiluk National Park. Auch davon werde ich euch natürlich wieder berichten. Bis dahin .. have a nice day, mate 😉

Krokodil Warnschild im Kakadu Nationalpark

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©Foto: Luke Hopf / MietCamper Australien

Aktualisiert am: 26.06.2020

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