Endlich am Ningaloo Reef

Lukes Tauchtrip am Ningaloo Reef

Ein Traum wird wahr!

Aus Broome weiter Richtung Süden. Endlich wird ein Traum von Luke wahr: Schwimmen mit Walhaien und sein zweiter Tauchschein, “Advanced Open Water”.

Exmouth

Seit ich in Broome losgefahren bin, habe ich in nur wenigen Tagen über 1.500 km zurückgelegt. Jetzt freute ich mich umso mehr auf Exmouth, denn hier plante ich etwas zu entspannen und ein paar Tage zu verbringen. Eine fantastische Reise habe ich bisher erlebt, aber eines der Highlights lag jetzt direkt vor mir. Schwimmen mit “Walhaien”, schnorcheln mit Schildkröten und den Tauchkurs für meinen zweiten Tauchschein absolvieren!

Abgesehen von meinem “Advanced Open Water Diver-Kurs” hatte ich bei der Tauchschule Exmouth Dive and Whaleshark Ningaloo auch die “Whaleshark swim tour” gebucht.

Das Ningaloo Reef

Die Halbinsel hat ganzjährig gutes Wetter und direkten Zugang zum Ningaloo Reef, ein UNESCO-Welterbe. Das Visitor Centre in Exmouth ist sehr modern und wie üblich sehr hilfreich. Mit tollen Tipps u.a. auch zum günstigen Tanken und zu Campingplätzen.

Ningaloo Visitor Centre

Aber auch die Apps WikiCamps, CamperMate und FuelMap sollen für solche Tipps nicht unerwähnt bleiben. Ich kann sie sehr empfehlen.

Nach einem kurzen Abstecher und ersten Besuch in der Tauchschule, machte ich mich auf den Weg in Richtung Cape Range Nationalpark. Die Schnorchel-Tauchspots hier sind atemberaubend. Man muss nicht lange warten, um Unterwasser die beeindruckende Tier- und Korallenwelt zu erleben. Gleich bei meinem ersten Schnorchel-Ausflug begegnete ich einem Stingray, einer Schildkröte und einem ziemlich entspannten Reefshark.

Schnorcheln am Ningaloo Reef, Coral Coast, Western Australia

Wäre ich nur eine halbe Stunde früher gekommen, so wurde mir gesagt, hätte ich noch mit zwei Delfinen schwimmen können. Es lohnt sich übrigens, gleich am Beginn der Reise sich den “Holiday Park Pass von Western Australia für 28 Tage zu besorgen. Er kostet für einen Camper/Geländewagen 48,- AUD. Ansonsten muss man 13,- AUD pro Tag für ein Fahrzeug zahlen, um sich im Nationalpark aufhalten zu dürfen.

Die Yardie Creek George

Weiter südlich, in der Yardie Creek Gorge, kann ich euch die “Yardie Creek Boat Tour” für 40,- AUD sehr ans Herz legen. Mit einem sehr gut gelaunten Australier als Tourguide, geht es eine Stunde auf dem Fluss durch die Schlucht. Er zeigte uns die seltenen und extrem gut getarnten “black-footed rock-walabees” (Schwarzpfoten-Felskänguru), die mir vorher komplett verborgen geblieben sind.

Schwarzpfoten Felskänguru, Yardie Creek Gorge, Western Australia

Nebenbei erzählt er noch über die vielseitige Geschichte von Exmouth. Eine wirklich schöne und empfehlenswerte Tour. Mehr Infos über den Link oben!

Die Whale Shark Swim Tour

Der nächste Tag startete früh aber es lohnte sich. Pünktlich um 7:30 wurde ich von meinem Campingplatz zur WhaleShark Swim Tour abgeholt. Nach kurzer Fahrt, ging es auf die JAZZ. Ein speziell für solche Touren modifiziertes Boot.

Erklärung zur Whaleshark-Tour an Bord
Der Skipper erklärt richtiges Verhalten an Bord und im Wasser (Grüner Pfeil: Luke)

Während der Fahrt klärte uns der Skipper über diese faszinierenden Tiere auf und machte auf die richtigen Verhaltensregeln aufmerksam. Währenddessen kreiste über uns das “Spotter Flugzeug”. Eine kleine, einmotorige Maschine, die nach den majestätischen Fischen aus der Luft Ausschau hält.

Wir wurden in zwei Gruppen je 10 Personen aufgeteilt, sodass nicht zu viele Schnorchler gleichzeitig neben den riesigen Tiere schwimmen. An einem Riff unweit der Küste, bereitete uns die Crew gerade mit einem kurzen Probelauf auf die Begegnung mit den Tieren vor, als unsere “Spotter” aus der Luft bereits die erste Sichtung meldete.

Um die Whalesharks zu erreichen und das Boot in eine optimale Position zu bringen, ging jetzt alles sehr schnell und trotzdem professionell zu. Insgesamt verbrachten wir rund 3 fantastische Stunden mit 2 verschiedenen Walhaien.

Schwimmen mit Walhaien am Ningaloo Reef, Coral Coast, Western Australia
Walhai am Ningaloo Reef

Es ist wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, mit diesen riesigen aber total friedlichen Wesen durchs Meer zu schwimmen. Ein Erlebnis, dass sich in mein Bewusstsein eingebrannt hat und das ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Humpback Whales

Aber selbst nach dieser traumhaften Begegnung, sollte der Tag noch nicht zu Ende sein und weitere Highlight bereithalten. Zunächst gab es an Bord einen sehr leckeren und ausgiebigem Lunch mit viel Früchten und etwas “sparkling wine”. Anschließend wurde uns noch die Möglichkeit eines Drift-Snorkel Dives angeboten, also schnorcheln und sich dabei von der Strömung treiben lassen. Dabei kann man, an einem flachen Riff, die farbenfrohe Welt der Korallen und Fische phantastisch beobachten.

Als abschließendes Highlight, schienen auf dem Rückweg zum Anlieger zwei junge Buckelwale großes Interesse an unserm Boot zu haben. Für einige Minuten schwammen sie sogar um uns herum. Auch diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum erleben zu dürfen, hinterließen einen bleibenden Eindruck bei mir.

Buckelwale am Ningaloo Reef, Coral Coast, Western Australia

Am Bootanleger angekommen warteten schon die Shuttlebusse der WhaleShark Swim Tour, die alle Gäste zu ihrer Unterkunft und mich zu meinem Campingplatz zurück fuhren.

Total überwältigt von den Erlebnissen des Tages, gönnte ich mir noch ein kurzes Abendessen, bevor ich völlig erschlagen sehr früh zu Bett ging. Schließlich würde das nächste Abenteuer schon wieder bei Tagesanbruch starten. Der “Refresher/Auffrischungs-Kurs” für meinen Advanced Open Water Diver! Mein letzter Tauchgang war in Kambodscha und ist immerhin nun schon fast 2 Jahre her.

Der Tauchkurs

In der Tauchschule startete der Kurs zunächst mit einer Besprechung über Equipment und den Tauchgängen der kommenden Tagen. Gefolgt von ca. 20 Minuten auffrischen der praktischem Kenntnisse im hauseigenen Pool.

Insgesamt umfasst der PADI AOW Kurs (Advanced Open Water Cours) 5 Tauchgänge. Ich hatte mich für die Deep Dive, Navigation, Drift Dive, Peek Peformance Boyance und Search and Rescue Tauchgänge entschieden. Der Rest des Tages war zunächst aber mit dem lernen des theoretischen Teils gefüllt. Es hieß also wieder die bekannte PADI Theorie-Bücher zu pauken und die “knowlegde reviews” Prüfungsblätter auszufüllen.

Der Tag startete erneut mit einem sehr früh klingeln meines Weckers. Ein kurzes Frühstück und pünktlich stand ich um 07:30 vor der Tauchschule. Von hier ging es auf das Tauchboot “JAZZ II”. Zirka 1 Stunde dauerte die Fahrt zur nordöstlich gelegene Insel, um dort die 3 geplanten Tauchgänge durchzuführen.

Tauchkurs am Ningaloo Reef, Western Australia

Bei jedem der Tauchgänge wurden zu Beginn erst die entsprechenden Aufgaben des Kurses abgearbeitet. Glücklicherweise war anschließend aber immer noch genug Pressluft in den Flaschen, um das Riff noch ausführlich zu erkunden.

Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, der sich fürs Tauchen begeisterten kann, mal am Ningaloo Reef zu tauchen. Die Artenvielfalt ist atemberaubend und die Unterwasserwelt sehr beeindruckend.

Tauchen an der Coral Coast, Western Australia

Erfreulicherweise wurden wir auf dem Rückweg vom Tauchspot wieder von diversen Buckelwalen “aufgehalten”, was unsere Ankunft um ca. 1 Stunde verzögerte. Wirklich stören tat das natürlich niemand, mal abgesehen von unserem Skipper, den der Anblick dieser Giganten der Meere inzwischen wohl nicht mehr ganz so sehr beeindruckte wie uns “Touristen”.

Cape Range National Park

Es folgten zwei sehr stürmische Tage, sodass alle Touren abgesagt und damit auch meine verbleibenden 2 Tauchgänge bis auf weiteres verschoben wurden. Aber die Zeit lässt sich hier immer nutzen. Bei mir zum Beispiel, um den Cape Range Nationalpark zu besuchten. Ich konnte die Georges erkunden und großartige Bushwalks machen, die zu großartigen Aussichtsplattformen führten.

Cape Range Nationalpark, Western Australia, Australien

Schließlich beruhigte sich das Wetter und meinen beiden letzten Tauchgängen stand nichts mehr im Weg. Dabei wurden die meine neu gelernten “Skills” nun Unterwasser überprüft. Endlich war es soweit: Nun bin ich offiziell ein “Advanced Open Water Diver”.

Eine tolle Woche, voller neuer Erlebnisse hatte ich hier in Exmouth verbracht. Sie werden mir für lange Zeit in Erinnerung bleiben. Es wurde nun aber langsam Zeit weiter gen Süden zu ziehen. Aber natürlich nicht ohne meinem Tauchlehrer Matthieu ein Pint (Bier) in der lokalen Brewery zu spendieren.

Coral Bay

Auf Empfehlungen von Tauch- und Schnorchel-Buddys, die ich in Exmouth kennengelernt hatte, machte ich mich auf den Weg in das ca. 100 km südlich gelegene Coral Bay.

Der Ort hält was er verspricht. Keine 20 m vom Strand entfernt beginnt ein wirklich beeindruckendes Korallenriff.

Coral Bay Beach, Western Australia, Australien

Noch von den “Dives” meines AOW-Kurses schwer beeindruckt, buchte ich hier zwei weitere Tauchgänge. Sie waren zudem mit einem großartigen “Mantaray swim” kombiniert.

Mantaray Swim Exmouth

Auch hier beeindruckte mich sehr die unglaubliche Artenvielfalt. Insbesondere der 2. Tauchgang, denn er führt mich an eine lokalen “Cleaning Station”. Ein Platz an dem sich Fische von anderen “putzen” lassen. Einfach perfekt um viele der größeren Meeresbewohner in ihrem “Alltag unter Wasser” zu erleben.

Shark Bay

Mein Roadtrip führte mich von Coral Bay weiter in Richtung Süden. Inzwischen hatte ich die Bekanntschaft zweier deutscher Backpacker (Enya und Kevin) gemacht, die mit ihrem 4WD ebenfalls die Westküste erkundeten. Wir entschieden uns die nächsten Tage zusammen im “Convoy” zu reisen.

Zum tanken und einkaufen, legten wir einen kurzen Stopp in Carnavon ein. Hier ist der One-Mile Jetty ein beliebtes Ziel und eine “Tourist Attraction”. Aktuell ist er allerdings noch auf unbestimmte Zeit, aus sicherheitstechnischen Gründen, geschlossen. Wie lange das noch so bleiben wird kann scheinbar nicht einmal die lokale Presse sagen.

Jetty in Carnarvon, Western Australia, Australien

80 Kilometer südlich von Carnarvon, entschieden wir uns auf einer ganz einfachen Rest Area, direkt am North-West Costal Highway, zu übernachten.Ab hier ging es am nächsten Morgen knapp 300 km weiter in Richtung Shark Bay. Den ersten Stop und eine Übernachtung legten wir in Denham ein und planten, am nächsten Tag uns auf den Weg in den Francois Peron Nationalpark zu machen.

Monkey Mia

Ein kurzer Zwischenstopp in Monkey Mia musste natürlich sein. Es ist der inzwischen sehr bekannte Ort des “Dolphin feeding”. Seit vielen Jahren kommen hier Delfine so nah an den Strand, das sie mit bloßen Händen von Touristen (natürlich unter Aufsicht von Marine Park Rangern) gefüttert werden können.

Monkey Mia, Western Australia, Australien
Eine Emu Familie kreuzt die Straße.

Mittlerweile hat sich dieser Ort – vor Jahren noch als “Geheimtipp” gehandelt – leider zu einem überlaufenen, touristischen Hotspot entwickelt und gehört zu den meistbesuchten Plätzen an der Westküste.

Die Ranger haben die Fütterung seit einiger Zeit deutlich zurückgefahren. Aus gutem Grund! Es wurde bemerkt, dass das exzessive Füttern der Delfin-Kolonie eher schadete als nützte. Einige Delfine schienen einfach nicht mehr selbst jagen zu wollen. Sicher einfach nur das Futter “abholen” war viel einfacher!

Inzwischen gibt es maximal 3 Fütterungen pro Tag, mit höchsten 2 Fischen pro “feedings”. Von den sonst üblichen 5 Delfinen kommen seit dem nur noch 3 – 4, erklärte uns eine der Rangerin. Der Ablauf der Fütterung ist immer gleich: Man steht mit knapp 200 Leuten am Stand und beobachtet, wie zufällig ausgewählte Zuschauer den Delphinen einen Fisch zuwerfen dürfen.

Delfin Fütterung in Monkey Mia, Western Australia, Australien

Wem das zu viele Menschen an einem Platz sind und wer sich die 12,- AUD dafür sparen möchte, sollte sein Glück in freier Wildbahn, an der Küste des Nationalparks versuchen. Hier schwimmen die Delphine zwar nicht direkt auf einen zu, aber ein Tier zu Gesicht bekommen ist relativ wahrscheinlich.

Francois Peron Nationalpark

Glücklicherweise waren Enya und Kevin mit einem Geländewagen (4Wheel Drive) unterwegs. So ein Fahrzeug ist für diesen Ausflug zur Shark Bay auch wirklich hilfreich. Nur mit so einem geländegängigen 4WD, kann man den Park eigentlich richtig erkunden. Mit klassischen 2WD Campern kommt man aber immerhin noch bis zum “Peron Heritage Precinct” Einem denkmalgeschützten Ort mit kleinem Informationszentrum.

Fahrt durch den Francois Peron Nationalpark Western Australia, Australien

Den berühmte Shell Beach erreicht man jedoch problemlos mit einem 2WD Camper. Der knapp 40 km lange Strand besteht aus Milliarden kleiner Muscheln, die bis in die Fünfziger Jahre sogar als Baumaterial für Gebäude in Denham genutzt wurden.

Shell Beach, Francois Peron National Park Western Australia, Australien

Kalbarri

Weiter ging unsere Reise am nächsten Tag Richtung Süden. Mittlerweile kühlte es in Nacht auch schon mal auf 6 – 9°C herunter. Kein Wunder, denn erst vor ein paar Tagen war der meteorologischer Frühlingsanfang auf der Südhalbkugel. Erfreulicherweise wurde das umliegende Land dafür plötzlich viel grüner und sehr viel farbenfroher.

Blumen in der Wildflower Season in Western Australia

Die “Wildflower Saison” war in voller Blüte. Ziemlich spektakuläre Abschnitte mit bunten Feldern und Landschaften waren jetzt die Regel.

Für den Kalbarri Nationalpark hatten wir uns 2 Tage Zeit genommen. Die hier vom Winterregen frisch aufblühende Natur war ebenso beeindruckend, wie die zahlreichen Georges und Flüsse die charakteristisch für diesen Teil der Region sind.

Kalbarri National Park, Western Australia

Ein Stellplatz zum Übernachten, buchten wir erstaunlich günstig, auf einer in der Nähe liegenden Ranch mit 30 Pferden. Für die Besitzer startete gerade die Saison. Von hier aus bieten sie Ausritte in den Kalbarri Nationalpark an.

Der Highway 1

Station Camping Platz, Western Australia

Wir folgten weiter der Küste in Richtung Süden auf dem Highway 1 und dann, südlich von Geraldton, weiter auf dem Highway 60. Hier gibt es einige exzellente Rest Areas direkt am Meer.

Schließlich merkten wir auch am zunehmenden Verkehr und dem sinkenden Benzinpreis, dass wir der Großstadt immer näher kamen.

Noch aber gönnten wir uns einen entspannten Tag auf der Cliff Head North Rest Area. Hier kann wieder einmal direkt am Meer das “free camping” genutzt werden. Jetzt startete ich also in die letzte Woche meiner Camper Tour in Richtung Perth. Nächster Stop wird die Jurien Bay sein.

Cliffs Head Rest Area

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©Fotos: Luke Hopf/MCA / Exmouth Diving

Aktualisiert am: 28.06.2020

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