Tipps & Infos: Camper - Tanken - Internet

Roadtrip - Übernachtung auf einem Rastplatz in Westaustralien / ©Foto: Luke Hopf, MCA


In 6 Wochen von Darwin nach Perth, mit einem Hochdach-Camper von Apollo. Über 7.200 Kilometer habe ich dabei zurückgelegt und mehr gesehen und entdeckt, als ich erwartet hatte. Es war ein großartiger Trip und eine unfassbar schöne Zeit. Ich habe phantastische Orte besucht und immer wieder sehr freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen.

Was ich gesehen, erlebt und welche Plätze ich besucht habe, könnt ihr in meinen Reiseberichten nachlesen. Hier möchte ich euch noch ein paar Tipps, Erfahrungen und mein Fazit mitteilen.

Der Camper

Mein Apollo HiTop Camper

Ein Hochdach-Camper (HiTop) von Apollo. Für meinen Roadtrip ein perfekter und gleichzeitig geräumiger Camper. Mein Modell war relativ neu und sehr gut ausgestattet. Zwar war ich alleine unterwegs aber auch 2 Personen hätten in diesem Campertyp sehr guten Platz.

In den letzten Wochen traf ich dann noch Enya und Kevin. Zwei Backpacker, die mit ihrem 4WD bereits seit mehreren Monaten Australien bereisten. Im "Convoy" fuhren wir ab Exmouth den Rest der Strecke bis Perth. Auf Rast- und Campingplätzen kochten und aßen wir in meinem Camper gemeinsam. Durch diese Erfahrung würde ich vermuten, dass es bei 3 Reisenden während eines Roadtrips in einem Hochdach-Camper recht eng werden kann!

Der Camper fuhr sich mit der Automatik-Schaltung ausgesprochen bequem und einfach. Bei starkem Seitenwind spürt man allerdings, dass man mit einem Modell mit Hochdach unterwegs ist. Wer das weiß und sich darauf einstellt, wird davon kaum überrascht.

Tipp: Für den Frischwassertank gibt es keine Füllstandanzeige. Deshalb am besten immer auffüllen wenn sich eine Gelegenheit ergibt!

Tanken und Spritpreise

An einer Tankstelle in Westaustralien

SPAR-TIPP: Zu Beginn meiner Reise bin ich auf den Landstraßen immer die erlaubten 110 km/h gefahren! Nach etwa einer Woche habe ich dann meine Höchstgeschwindigkeit auf maximal 100 km/h reduziert. Das hat mir fast 30% an Spritkosten gespart. Gerade auf den langen Routen durch die endlose Weiten von Westaustralien, ist es kein Problem mit einem Top-Speed von 100 km/h zu fahren. Die Ersparnis an Zeit ist extrem gering, beim Kraftstoffverbrauch dafür beachtlich und hat mich sehr überrascht!

Es ist sinnvoll sich die Benzinpreis-App "Fuel-Map" aufs Handy zu laden. Sie zeigt euch ob es vielleicht günstiger ist, erst an der nächsten Tankstelle zu tanken. Auch so kann man immer wieder mal einiges sparen. Eine Grundregel ist einfach: Je weiter ihr von großen Städten entfernt und in einsameren Regionen unterwegs seid, umso teurer werden Kraftstoff wie Benzin und Diesel.

Camping- und Rastplätze

Campingplatz in Coral Bay, Western Australia

Die Preise für Campingplätze variieren sehr stark nach Lage und Saison. Manchmal konnte ich auf Campingplätzen in Nationalparks für nur wenige Dollar (7 - 11 AUD) übernachten. Dagegen habe ich in Broome, während der Hochsaison und zum Zeitpunkt eines besonderen Pferderennens, auch einmal 70 Dollar für einen einfachen Standplatz zahlen müssen. Die Stadt war allerdings so voll, dass ich ohnehin froh war überhaupt noch einen Platz zu bekommen!

Durchschnittlich habe ich etwa 30 AUD für einen Standplatz auf einem Campingplatz ausgegeben. Manchmal habe ich eine "powered site" (mit Stromanschluss), ein anderes mal einen "unpowered" Platz (immer günstiger) gebucht. Der Vorteil von "powered sites" ist natürlich, dass so die Mikrowelle im Fahrzeug betriebsbereit war und die Steckdosen im Camper aktiv sind. Dadurch können Laptop und andere elektrische Geräte mal wieder über Nacht geladen bzw. benutzt werden.

Campingplatz in Australien

Als Alleinreisender waren die Campingplätze vor allem schön um andere Traveller zu treffen und sich auszutauschen. Nachdem ich meinen Roadtrip mit Kevin und Enya fortsetzte, übernachteten wir nun aber auch häufig auf kostenlosen und manchmal sehr spektakulär gelegenen Rastplätzen.

Während der Hochsaison sollten Campingplätze im Cape Range Nationalpark unbedingt vorab reserviert werden. Vor einigen Jahren hat dort ein Zyklon so manch einen Campingplatz zerstört. Wegen erhöhter Naturschutzauflagen werden in Westaustralien seit dem seltener Genehmigungen für neue Campingplätze vergeben. Dadurch ist die Zahl der Standplätze sehr beschränkt.

Handy & Internet

Im Internet surfen auf einem Campingplatz in Australien

Netz habt ihr nur innerhalb, bzw. wenige Kilometer im Umkreis von Ortschaften, auf Campingplätzen oder an Rasthäusern bzw. Tankstellen im Outback. Auf der Landstraßen zwischen zwei Orten haben Handy und Co. in der Regel keinen Empfang!

Wlan ist auf Campingplätzen nicht im Preis enthalten und kostet immer extra. Und es ist sehr teuer. Das gilt auch für Roadhäuser und Tankstellen mit angeschlossenem Campingplatz. Nur in Backpacker-Hostels in Darwin hatte ich mal Wlan das im Preis bereits inklusiv war.

Kostenloses Internet in Australien

Deutlich günstiger seid ihr unterwegs, wenn ihr euch wie ich, bereits vorab die richtige SIM Karte und/oder ein Wlan-Surfstick besorgt. Nicht verbrauchtes Monatsguthaben kann oftmals in den nächsten Monat übertragen werden. Meine beiden Mitreisenden Kevin und Enya, hatten sich in 8 Monaten inzwischen ein Guthaben von 60 Gigabyte aufgebaut.

Ein passwortgeschützter Internet-Hotspot kann, beispielsweise mit dem Surfstick den ich nutzte, für bis zu 5 Endgeräten gleichzeitig aufgebaut werden. Das ist vor allem praktisch für Paare, Familien oder mehrere Freunde, bei denen jeder sein eigenes Handy und vielleicht noch ein Tablet oder Notebook nutzen möchte.

Im australischen Internet im Camper surfen

Auf meinem Roadtrip war Internet äußerst praktisch für die Routenplanung, für Camping- oder Rastplatzsuche und für allgemeine Touristeninformationen. Und natürlich für Apps wie WikiCamps oder die Fuel Maps.

Telefonieren unterwegs

Eine Telefon mit einer australischer SIM Karte, und damit einer australischen Telefonnummer, ist sehr sinnvoll und nützlich. Und natürlich um ein vielfaches günstiger als etwa eure deutsche SIM Karte in Australien zu nutzen!

Ich habe öfter mal wieder telefoniert. Zum Beispiel für Rückfragen beim Vermieter zur Handhabung des Campers und einmal bei einem Problem mit einem Reifen. Aber ich habe z.B. auch Campingplätze kontaktiert, um schon vorab mal nachzufragen ob noch Standplätze verfügbar sind. Das spart oft kilometerlanges umherfahren, auf der Suche nach einem Platz.

Das Telefon nutze ich auch um mit Touranbietern in Kontakt zu bleiben. Beispielsweise in Exmouth, wo ich meinen zweiten Tauchschein machte. Hier war meine australische Telefonnummer für die Tauchschule wichtig, um mich über Zeiten für meine wetterabhängigen Tauchgänge zu informieren.

Auch für andere Touren, die ich an der Westküste gebucht habe, war der Kontakt zu den Anbietern über Telefon sehr praktisch. Entweder um kurzfristig zu buchen oder vorher noch Informationen einzuholen. Zudem stimmen die Touranbieter die Abholung oftmals telefonisch ab oder informieren dich gegebenenfalls über Änderungen.

Und nicht zuletzt ist ein Telefon natürlich besonders hilfreich, um im Notfall Kontakt zu Polizei oder Rettungskräfte zu bekommen. Das brauchte ich während meiner Reise glücklicherweise nicht.

Visitor Centre (Touristeninformation)

Visitor Centre am Ningaloo Reef, Westaustralien

Ein sehr guter Tipp den ich Australien-Neulingen noch auf den Weg geben möchte: Nutzt die lokalen Visitor Centre! Sie sind bestens auf Besucher vorbereitet und können euch nicht nur mit Tipps zur Region weiterhelfen. Sie haben oft auch Informationen, wo sich gute Camping- oder Rastplätze befinden und können ggf. euren Standplatz schon für euch reservieren. Sie kennen zudem besondere Ecken oder Touren in der Region, auf die ihr sonst vielleicht nie aufmerksam geworden wärt.

Jede der beliebten Urlaubsregion und die etwas größeren Orte haben immer ihr eigenes Visitor Centre.

GPS (Navi)

In meinem Fall war ein externes GPS (Navi), als mietbares Extra, eigentlich überflüssig. Mit meinem Internet-Surfstick habe ich mir meine Routen vor der Weiterfahrt gesucht. Mit dem Smartphone und Google Maps hatte ich in den Ortschaften eine sehr gute Alternative.

Klar, der Vorteil beim Navi: Durch den Satelliten Empfang stellt es kontinuierlich die Route zur Verfügung. Ob das jedoch, bei dem recht einfachen Straßenverlauf der Highways in Westaustralien, die zusätzlichen Kosten rechtfertigt, muss jeder für sich entscheiden. Etwas anderes wäre es natürlich wenn man mit einem 4WD auf einsamen Gravelroads im Outback unterwegs ist. Dann ist ein Navi selbstverständlich eine sehr sinnvolle und wichtige Einrichtung.

©Fotos: Luke Hopf / MietCamper Australien

Aktualisiert: Nov 2018

Camper Angebot

Jetzt hier - einfach, kostenlos und unverbindlich - dein persönliches MietCamper-Angebot:

Jetzt Camper anfragen

Mehr zum Thema

  • Mit seinem Vater war Luke bereits vor 20 Jahren in Australien. Jetzt kehrt er als junger Mann zurück & ist mit einem Apollo-Camper von Darwin nach Perth unterwegs!


  • Stopover in Singapur auf dem Weg nach Australien. Unser Reporter Luke hat ihn eingelegt und berichtet von seinen Eindrücken & Erlebnissen ►


  • Reporter Luke ist in Australien angekommen. Ein Tag in Darwin, den Camper bei Apollo abholen & dann ab auf den Weg in den Kakadu Nationalpark ►


  • Lukes Reise geht weiter. Jetzt mit einer Kanutour im Nitmiluk Nationalpark und bei den Edith Falls


  • Der Roadtrip von Luke durch Western Australia geht weiter: Auf diesem Abschnitt geht es ca. 1000 km von Kununurra bis nach Broome an der Küste ►


  • Lukes Roadtrip durch Australien im Camper geht weiter: Nächste Abschnitt führt ihn von Broome über Exmouth und das Ningaloo Reef nach Kalbarri ►


  • In der letzten Woche seines Roadtrips im Camper, entdeckt unser Reporter Luke Jurien Bay, Lancelin, Rottnest Island und Perth.