Social-Media-Verbot in Australien

2 Kinder sitzen draussen auf einer Luftmatratze und schauen auf ihre Smartphones, während im Hintergrund die Eltern an einem Campingtisch vor einem Camper sitzen.

Was Familien im Camper-Urlaub wissen müssen

Wer mit Teenagern eine Reise im Mietcamper durch Australien plant, hat meistens schon genug auf der Checkliste. Seit dem 10. Dezember 2025 gibt es jedoch einen neuen Punkt, der für Gesprächsstoff am Campingtisch sorgen könnte: Australien hat als erstes Land weltweit ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren in Kraft gesetzt.

Gilt das auch für Touristen? Welche Apps sind betroffen? Und wie bleibt der Familienfrieden im Outback gewahrt? Wir haben die wichtigsten Fakten für eure Reiseplanung zusammengefasst.

Gilt das Gesetz auch für Urlauber?

Kurz gesagt: Ja. Das Gesetz (Online Safety Amendment Act 2024) unterscheidet nicht zwischen Einheimischen und Touristen. Es gilt für alle Personen unter 16 Jahren, die sich physisch in Australien aufhalten.
Sobald sich das Smartphone eures Kindes in ein australisches Netzwerk einwählt (egal ob über eine lokale SIM-Karte oder das WLAN auf dem Campingplatz), greifen die technischen Filter der Plattformen. Die Netzwerke sind gesetzlich verpflichtet, den Zugriff für diese Altersgruppe innerhalb Australiens zu unterbinden.

Welche Apps sind gesperrt (und welche nicht)?

Das Verbot zielt auf Plattformen mit Suchtpotenzial und Algorithmus-Feeds ab.

  • 🚫 Gesperrt: TikTok, Instagram, Facebook, Snapchat, X (Twitter), Reddit, Threads und Twitch.
  • ⚠️ Eingeschränkt: YouTube ist für unter 16-Jährige nur noch ohne Login oder über YouTube Kids nutzbar. Ein persönlicher Account mit Abos und Kommentaren wird in Australien blockiert.
  • Erlaubt (Messenger & Bildung): Dienste wie WhatsApp, Signal, iMessage und Google Classroom sind weiterhin zugänglich. Auch Spiele-Plattformen wie Roblox oder Minecraft sowie Sprach-Apps wie Duolingo funktionieren weiterhin.

Müssen Eltern mit Strafen rechnen?

Hier gibt es Entwarnung: Nein. Das Gesetz nimmt die Tech-Giganten in die Pflicht, nicht die Eltern oder Kinder. Sollte euer Nachwuchs einen Weg finden, die Sperre zu umgehen (z. B. via VPN), hat das keine rechtlichen Konsequenzen für euch. Die Plattformen hingegen riskieren Bußgelder in Millionenhöhe.

Tipps für die Praxis im Mietcamper

Ein digitaler „Entzug“ kann im Urlaub auch eine Chance sein – sollte aber vorbereitet werden:

  1. Offline-Entertainment: Ladet vor der Abreise Filme, Podcasts und Musik für lange Fahrten herunter.
  2. Karten & Info: Nutzt Apps wie WikiCamps oder Google Maps (Offline-Karten), die nicht vom Verbot betroffen sind.
  3. Alternative Kommunikation: Erklärt euren Kids, dass sie weiterhin per WhatsApp mit den Freunden zu Hause in Kontakt bleiben können.
  4. Digitale Auszeit zelebrieren: Nutzt die Sperre als Argument für echte „Quality Time“ am Lagerfeuer – ganz ohne den Druck, das perfekte Selfie posten zu müssen.

Quellen & weiterführende Informationen

Für alle, die es ganz genau wissen wollen, sind hier die offiziellen Stellen:

Stand der Informationen: Januar 2026. Da sich technische Umsetzungen der Plattformen ändern können, empfehlen wir, kurz vor der Reise die aktuellen App-Updates zu prüfen.

Kontakt

MietCamper Australien
Thorwaldsenstr. 26
12157 Berlin
+49 (0)30 794 04 671
+49 (0)151 111 93 984
info@mietcamperaustralien.de

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